Forschungsdatenmanagement außerhalb Bayerns

Forschungsdatenmanagement außerhalb Bayerns
Bild: Colourbox.de

Spätestens mit der Forderung des Rats für Informationsinfrastrukturen (RfII) nach einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur sind eine Vielzahl von Initiativen und Projekte zum Forschungsdatenmanagement entstanden.

Landesinitiativen:

  • Im Rahmen der baden-württembergischen E-Science Strategie werden seit 2012 mehrere Landesprojekte gefördert. Eine Aufstellung findet sich auf forschungsdaten.info. Die Plattform selbst wurde im Begleitprojekt bwFDM aufgebaut.
  • Hessische Forschungsdateninfrastrukturen – HeFDI ist ein Projekt mehrerer Partneruniversitäten und der HeBIS-Verbundzentrale. Die Projektkoordination liegt bei der Philipps-Universität Marburg.
  • fdm.nrw ist die zweite Phase der Landesinitiative NFDI der digitalen Hochschule NRW. In der zweiten Förderphase wird die Vernetzung und Kooperation der Hochschulen weiter vorangetrieben. Die Betreuung der Hochschulen beim Thema Forschungsdatenmanagement ist hierbei die zentrale Aufgabe – auch in Vorbereitung der FDM-Scout-Initiative, in der ein Kontakt- und Expertennetzwerk an den Hochschulen in NRW etabliert wird.
  • „Forschungsdatenmanagement in Brandenburg: Technologien, Kompetenzen, Rahmenbedingungen“ (FDM-BB) ist im November 2019 gestartet und erarbeitet Handlungsempfehlungen für die Landesstrategie zu Forschungsdaten. Schwerpunkte sind eine Sondierung bestehender Strategien, eine Anforderungserhebung, Community-Engagement sowie darauf aufbauend Empfehlungen zur Strategieentwicklung.
  • Das Thüringer Kompetenznetzwerks Forschungsdatenmanagement (TKFDM) vernetzt die Aktivitäten der Thüringer Universitäten im Bereich Forschungsdatenmanagement und unterstützt alle Hochschulen des Landes bei entsprechenden Anliegen.
  • SaxFDM – Forschungsdatenmanagement in Sachsen ist ein Zusammenschluss sächsischer Hochschulen und Forschungseinrichtungen zur gemeinsamen Etablierung und Verbesserung von Dienstleistungen zum Forschungsdatenmanagement.

Verschiedene weitere Projektwebseiten und Plattformen:

  • Über www.forschungsdaten.info stellt das Projekt bwFDM umfassende und detaillierte Informationen, Ratschläge und Best-Practice-Beispiele zur Verfügung; ferner gibt die Webseite einen guten Überblick über aktuelle Neuigkeiten und Veranstaltungen. Das Projekt „eHumanities – interdisziplinär“ ist Teil des Redaktionsteams und zeichnet für den Wissenschaftsbereich Geisteswissenschaften verantwortlich. In regelmäßigen Abständen werden Beiträge aus der FDM-Praxis veröffentlicht.
  • forschungsdaten.org ist ein Wiki zu (fast) allen Themen im Forschungsdatenmanagement: Von A wie Ausbildung bis V wie Vernetzung.
  • DARIAH-DE stellt verschiedene Tools zum Datenmanagement für die Geistes- und Kulturwissenschaften zur Verfügung. Dies umfasst ein eigenes Datenrepositorium, über das Forschungsdaten unkompliziert publiziert werden können.
  • Clarin-D bietet ein breites Spektrum von Dienstleistungen zu Forschungsdaten für „alles rund um Sprachen“ im weitesten Sinne. Hierzu gehören auch spezielle webbasierte Analysewerkzeuge und ein Werkzeug für Datenmanagementpläne.
  • UNEKE befasst sich mit Kriterien zum Aufbau wissenschaftlicher Forschungsdateninfrastrukturen. An dem Verbundprojekt der Universität Duisburg-Essen und der RWTH Aachen beteiligen sich mehrere Hochschulen und Universitäten aus NRW.
  • FOKUS entwickelt fachspezifische Schulungsmodule für das Forschungsdatenmanagement. Das BMBF-Projekt wird von der Philipps-Universität Marburg koordiniert.
  • European Time Machine ist ein europäisches Projekt, dass das Ziel hat, mithilfe von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen den digitalisierten europäischen Kulturschatz auf neue Art zu erschließen und zugänglich zu machen. Time Machine wird von der EU gefördert.
  • Verbund Forschungsdaten Bildung ist ein BMBF-geförderter Dienstleister für die empirische Bildungsforschung. Der Verbund hat die Aufgabe sowohl Forschungsdaten als auch die Erhebungsinstrumente zu archivieren und der wissenschaftlichen Community zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus können Forschende die folgenden Angebote nutzen:
  • AG Datenzentren im Verband DHd e.V. Die Arbeitsgruppe Datenzentren führt die laufenden FDM-Aktivitäten an den verschiedenen Standorten zusammen, versucht einen Grundkonsens über Begriffe, Selbstverständnisse, Problemlagen und Aufgaben herbeizuführen, identifiziert offene Forschungsfragen und hat deren verteilte und abgestimmte Bearbeitung im Blick.  „eHumanities – interdisziplinär“ ist seit 2018 Mitglied in der DHd-AG und beteiligte sich u.a. an der Organisation eines Workshops (Fankfurt/Main, Januar 2020).

 

Diese Seite wurde zuletzt am 29.01.2020 aktualisiert.