Aufbau HITS FDM
Aufbauprojekt HITS FDM
Im Projekt “hochschulübergreifender IT Service FDM” des Digitalverbundes Bayern werden landesweite FDM-Angebote und -Dienste etabliert, die auf den Vorarbeiten der Modellprojekte „eHumanities – interdisziplinär“ und „LaVe – Langfristige Verfügbarkeit und Nutzbarkeit von Forschungsdaten“ aufbauen. In Bayern gibt es bislang keine landesweit koordinierte Initiative zu FDM, daher ist der vorgesehene HITS ein sinnvoller Weg, die heterogene FDM-Landschaft in Bayern zu unterstützen und durch Vereinheitlichung Synergieeffekte freizusetzen.
IT-Services
aktuell wird die Bereitstellung von fünf landesweiten FDM-Diensten organisiert:
- FDOrganiser
- Research Data Management Organizer
- Registrierungsstelle für Digital Object Identifier
- Service für Persistent Identifier
- DataCite-Metadatengenerator
Detailinformationen zu diesen Diensten finden Sie weiter unten auf dieser Seite.
FDM-Support
Ein künftiges HITS FDM soll die hochschulinternen Beratungsstellen für Forschende unterstützen, vernetzen und entlasten und damit Synergieeffekte erzeugen. Auf unserer Webseite werden alle Themen des Aufbauprojekts HITS FDM zusammengefasst, die einerseits die Hochschulen beim Aufbau von Services für ihre Forschenden unterstützen und andererseits zur Vernetzung und Abstimmung der Nutzer-orientierten Aktivitäten der bayerischen Hochschulen dienen.
Team
Das Leitungsteam des Aufbauprojekts ist am CDI (Competence Center Research Data and Information der FAU) der FAU Erlangen-Nürnberg und der TH Nürnberg verortet. Bei der Erbringung föderierter FDM-Dienste wirken außerdem die Universitätsbibliotheken von FAU und LMU sowie die IT-Gruppe Geisteswissenschaften der LMU mit.
HITS-Dienste
FDOrganiser
Der FDOrganiser ist eine Open-Source-Webanwendung zur Vorbereitung und Organisation von Forschungsdaten vor der Archivierung. Als sogenanntes Pre-Ingest-Tool unterstützt der FDOrganiser Forschende bei der strukturierten Aufarbeitung von Forschungsdaten inklusive Metadatenanreicherung.
Research Data Management Organizer (RDMO)
Der Research Data Management Organizer (RDMO) ist eine webbasierte Open-Source-Software zur Erstellung und Pflege von Datenmanagementplänen (DMPs). Ein DMP dokumentiert den gesamten Lebenszyklus von Forschungsdaten, von der Erhebung über die Verarbeitung bis zur Archivierung oder Löschung.
Die zentrale bayerische Instanz ist als Multisite-System konzipiert, das individuelle Konfigurationen für Hochschulen und Forschungseinrichtungen erlaubt, inklusive spezifischem Branding, eigenem Fragenkatalog und administrativer Betreuung.
DataCite Metadata Generator
Die Erfassung von Metadaten für Forschungsdaten ist oft verbunden mit Erfassungskonventionen, Einhaltung von Standards, Verwendung von Normdaten und kontrollierten Vokabularen sowie dem korrekten Einsatz von PIDs. Um Forschende und Infrastrukturanbieter in diesem Prozess zu unterstützen, wurde im Projekt eHumanities – interdisziplinär von ITG und UB der LMU ein DataCite Metadata Generator so weiterentwickelt, dass er bei der Metadatenerstellung sinnvoll unterstützt und so bspw. den Ingest in Repositorien optimal vorbereitet. Der Generator erfüllt die Mindestanforderungen, würde aber durch erweiterte Funktionalitäten deutlich umfangreicher eingesetzt werden können.
DOI-Konsortium
Die Vergabe von persistenten Identifikatoren (PID) ist ein zentraler Aspekt bei der Auffindbarkeit und Verfügbarhaltung von wissenschaftlichem Output. Die für wissenschaftliche Einrichtungen zentrale Vergabestelle für mit dem für Publikationen am häufigsten verbundenen PID, dem Digital Object Identifier (DOI), ist DataCite. Es soll ein bayerisches DOI-Konsortium mit Registrierungsstelle aufgebaut werden. Die Arbeiten an diesem Dienst sollen mit Start des HITS aufgenommen werden.
PID-Service
Der PID-Service liefert persistente Identifier (PIDs) für Forschungsszenarien, in denen DOIs ungeeignet sind oder aus Kostengründen nicht eingesetzt werden können. Hier setzt der PID-Service an. Die Vergabe von PIDs für Forschungsdaten ist obligatorisch. DOIs dürfen allerdings nur für bestimmte Datenarten vergeben werden und für jede DOI-Registrierung fallen Kosten an. Aufgrund der Kosten eignen sich DOIs nicht für hochgranulare Daten, da die entstehenden Kosten mittelfristig nicht tragbar wären. Des Weiteren werden auch PIDs benötigt, die temporäre oder unter Verschluss zu haltende Daten referenzieren können, auch hierfür sind DOIs ungeeignet.
Aktuelles und Veranstaltungen
Love Data Week
Das Thema „Forschungsdatenmanagement“ (FDM) ist in vielen Bereichen des wissenschaftlichen Arbeitens präsent. National und international setzen Initiativen wie die European Open Science Cloud (EOSC) oder die Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) wichtige Impulse. Seit ein paar Jahren wird mit der Love Data Week weltweit und im deutschsprachigen Raum auf aktuelle Entwicklungen rund um Forschungsdaten und deren Management aufmerksam gemacht. Ein wichtiger Bestandteil dieser Themenwoche sind auch die Durchführung von Informations- und Weiterbildungsveranstaltungen.
Train the Trainer (Q2/2026)
Jährlich mehrfach werden ab Mitte 2026 über das Aufbauprojekt HITS FDM Train-the-Trainer-Kurse angeboten. Diese Kurse beruhen auf dem Konzept der UAG Schulungen/Fortbildungen der DINI/nestor-AG Forschungsdaten und entsprechen so dem im deutschsprachigen Raum anerkannten Standard. Unser Angebot richtet sich zuerst an First Level Supports der bayerischen Universitäten und Hochschulen und steht nachrangig weiteren Interessenten offen. Der Kurs wird jeweils über zwei Tage stattfinden und neben Inhalten zum Forschungsdatenmanagement auch didaktische Methoden umfassen.
Die nächsten Termine und die Anmeldemodalitäten werden nach ihrer Festlegung hier und über den Newsletter bekannt gegeben.
Präsenztreffen (TBA)
TBA
Tools und Materialien
Überblick zu Tools und Materialien
Die Seite unter dem Link gibt einen Überblick zu Tools und Materialien, die an bayerischen Einrichtungen entwickelt wurden und/oder zur Verfügung gestellt werden.
Schulungsmaterial
Neben der bereits umfangreichen Schulungsmaterialsammlung auf forschungsdaten.info entstehen auch im Aufbauprojekt HITS FDM Materialien, die von allen Interessierten nachgenutzt werden können. In der Regel sind diese Materialien CC-BY lizensiert.
Falls Sie an Ihrer Einrichtung einen Selbstlernkurs für Studierende und andere Zielgruppen etablieren möchten, empfehlen wir den nachnutzbaren Kurs von HefDi als Grundlage zu nutzen (verfügbar für Moodle und ILIAS).
Lernkarten
Auf Basis des forschungsdaten.info-Glossars sind Lernkarten mit den wichtigsten Begriffen des Forschungsdatenmanagements entstanden. Diese 140 Karteikarten können als Anki-Karten oder auch zum Ausdrucken heruntergeladen werden (nicht empfohlen zum Selbstlernen). Die physischen Karten eignen sich insbesondere in Schulungskontexten und zum Aushängen mit dem „Wissen zum Mitnehmen“-Miniplakat.
- Anki-Karten: Lückentext und Begriffs-Definitionspaare
- Ausdruckbare Karten
Poster FDM
Für die Love Data Week 2026 wurden insgesamt 5 nachnutzbare A4-Poster erstellt, die für eine schlaglichtartige Awareness-Kampagne nachgenutzt werden können. Diese können untenstehend in einem Dokument heruntergeladen werden. Als Ergänzung können die im Projekt entstandenen Lernkarten über das „Wissen zum Mitnehmen“-Miniplakat verteilt werden.
