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eHumanities – interdisziplinär ist ein Gemeinschaftsprojekt der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), vertreten durch die Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg, und der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), vertreten durch die IT-Gruppe Geisteswissenschaften (ITG) und die Universitätsbibliothek der LMU.

IT-Gruppe Geisteswissenschaften

Die IT-Gruppe Geisteswissenschaften (ITG) ist eine den geisteswissenschaftlichen Fakultäten der LMU zugeordnete Einrichtung, die auf der Grundlage eines fach- und fakultätsübergreifenden Konzeptes umfassend in den Bereichen Service (Investitions-, IT-, Projekt- und Wissensmanagement) sowie Forschung und Lehre in den Digital Humanities tätig wird. Die ITG existiert in der aktuellen Organisationsform seit dem Jahr 2000, hat aber eine Vorgeschichte, die bis in das Jahr 1986 – zu den Anfängen der heute sog. Digital Humanities an der LMU – zurückreicht.

Die ITG ist verantwortlich für den Betrieb der zentralen Serveranlage der Geisteswissenschaften an der LMU. Alle Serverdienste (ADS/Anmeldung, File, WEB, Datenbank, e-Learning, Hybrid-/Online- Publikation) sind redundant ausgelegt und gewährleisten Hochverfügbarkeit. Von der ITG betriebene Netzdienste ebenso wie alle CIP-Pools der Geisteswissenschaften sind an den zentralen Verzeichnisdienst der LMU angebunden. Die Sicherung aller Datenbestände erfolgt zentral, redundant und regelmäßig über das Backup- und Archivierungssystem des Leibniz-Rechenzentrums (LRZ).

Weiter unterstützt die ITG durch Sammlung von Erfahrungen und Weitergabe spezifischen Wissens die Bereiche Forschung und Lehre, organisiert und fördert Projektanträge und Projektarbeiten, koordiniert fachspezifische Problemstellungen einzelner Disziplinen und erörtert diese im Dialog mit der Informatik. Sie liefert den geisteswissenschaftlichen Einrichtungen problem- und praxisorientierte Lösungen und übernimmt eine wichtige Vermittlerfunktion zwischen Informationstechnologie, Informatik, Statistik einerseits und den Geisteswissenschaften andererseits. Von besonderem wissenschaftlichem Interesse ist dabei die grundlegende fachübergreifende Ausrichtung beim Einsatz von digitalen Verfahren und deren methodischer Reflexion und Integration in die Einzeldisziplinen.

Im Projekt eHumanities steuert die ITG die technische und methodische Entwicklungskompetenz auf dem Gebiet der Digital Humanities bei. Die Planung und der Aufbau neuer Dienste orientieren sich dabei eng an den Anforderungen der digitalen Geistes- und Sozialwissenschaften, wobei an der LMU die langjährigen, umfangreichen und vielfältigen Erfahrungen der ITG mit zahlreichen digitalen Projekten in Forschung und forschungsnaher Lehre einfließen können. Die ITG kooperiert eng mit dem LRZ, das als Schnittstelle zum bundesweiten Projekt GeRDI (Generic Research Data Infrastructure) fungiert.

Kontakt:

Dr. Christian Riepl

Universitätsbibliothek der LMU

Die Universitätsbibliothek München ist der zentrale Medien- und Informationsdienstleister der Ludwig-Maximilians-Universität. Mit einem Gesamtbestand von nahezu fünf Millionen Bänden ist es eines der größten Hochschulbibliothekssysteme in der Bundesrepublik Deutschland. Die Universitätsbibliothek der LMU München verfügt aber auch über einen sehr beachtlichen historischen Buchbestand, den zweitgrößten im Freistaat. Die Universitätsbibliothek München ist sich ihrer Verantwortung für dieses kulturelle Erbe Bayerns bewusst, da der über Jahrhunderte hinweg gewachsene Altbestand der ältesten bayerischen Landesuniversität zur kulturellen Außenwahrnehmung der LMU und des Freistaates Bayern beiträgt. Tradition und Erbe sind daher genuiner Bestandteil ihrer Profilbildung, die nicht zuletzt auf einer frühzeitigen Orientierung am Innovationspotential der elektronischen Literatur- und Informationsversorgung basierte. Die Universitätsbibliothek München errichtete als erste in Bayern zum Wintersemester 1989/90 einen CIP-Pool mit rund 60 vernetzten PC-Arbeitsplätzen für Studierende aus sechs Fakultäten, als erste Hochschulbibliothek in Kontinentaleuropa überhaupt bot sie ihren Benutzern seit Mai 2004 ausgewählte Bücher in elektronischer Form an und konnte als erste deutsche Bibliothek ihren wertvollsten Bestand mit den Zimelien 2010 vollständig digital zur Verfügung stellen. Mit ihrem Engagement bei der 3D-Digitalisierung und dem Forschungsdatenmanagement möchte sie weitere Felder ebenso innovativer wie zukunftsorientierter Wissenschaftsunterstützung für sich erschließen.

Kontakt:

Forschungsdaten @ Universitätsbibliothek der LMU

Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg

Im Jahr 2015 wurde an der Universitätsbibliothek der FAU das Referat für Forschungsdatenmanagement mit dem Ziel geschaffen, die Wissenschaftler der FAU bei administrativen Fragestellungen im Datenmanagement zu unterstützen. Das Referat bildet – neben der technischen Unterstützung durch das Regionale Rechenzentrum Erlangen und der strategischen Beratung bei Forschungsförderung durch die Abteilung F – das dritte Standbein der zentralen Dienste rund ums Forschungsdatenmanagement. Im Folgejahr wurden Grundsätze zum Umgang mit digitalen Forschungsdaten an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg durch den Senat der FAU verabschiedet.

Darüber hinaus ist die UB der FAU Mitglied bei RADAR und ermöglicht so Wissenschaftlern der Universität, ihre Daten langfristig und sicher zu archivieren und zu publizieren. Als disziplin-unabhängiges Repositorium richtet sich RADAR besonders an Forschern aus Fachbereichen, in denen sich noch keine dedizierten Facharchive etabliert haben.

Eine Besonderheit der FAU als Volluniversität besteht im kooperativen Studienangebot „Digitale Geistes- und Sozialwissenschaften“ mit ausgeprägtem informationstechnologischen Profil sowie naturwissenschaftlichen Lehrinhalten (Mathematik, Kulturgeographie). Das Angebot ist Teil des kooperativen Studienangebots im Bereich Digital Humanities aus dem Innovationsprogramm „Digitaler Campus Bayern“ der Bayerischen Staatsregierung.

Kontakt:

Referat Forschungsdatenmanagement der UB der FAU