Ressourcen und Software

Tools für Forschungsdatenmanagement
Bild: Colourbox.de

In den einzelnen Arbeitspaketen werden unterschiedliche Softwaretools genutzt und evaluiert, aber auch neu entwickelt. Einige davon werden hier vorgestellt.

Das DataCite-Metadatenschema wird von den meisten großen Datenrepositorien unterstützt und bildet die Basis für eine DOI-Vergabe via DataCite. Mit dem DataCite-Metadata-Generator steht ein praktisches Open Source-Tool zur Verfügung, mit dem bequem DataCite-konforme XML-Dateien erzeugt werden können. Der Nutzer muss hierzu nur die Felder in der Eingabemaske ausfüllen. Sollte das DataCite-Schema in einem Feld nur kontrolliertes Vokabular gestatten, so können die erlaubten Begriffe per Drop-Down-Menü ausgewählt werden.

Die IT-Gruppe Geisteswissenschaften hat den Generator um Hilfetexte erweitert, um es Nutzerinnen und Nutzern beim Ausfüllen der Felder mit wenig intuitiven Feldbezeichnungen zu unterstützen. Eine erste Testversion des Generators ist bereits auf den Seiten des DHVLabs zugänglich.

Es gibt unterschiedliche Softwaretools, die durch Fragen, Beispiele und Hilfstexte durch die Erstellung eines Datenmanagementplans (DMP) leiten. Dabei bieten viele die Möglichkeit, den Datenmanagementplan auf die Anforderungen einzelner Forschungsförderer abzustimmen, um die formalen Kriterien der Anträge automatisch zu erfüllen.

DataWiz

DataWiz ist ein umfangreiches Datenmanagement-Tool des Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID). Es ist speziell auf die Bedürfnisse der Psychologie zugeschnitten und erlaubt neben dem Erstellen des Datenmanagementplans auch die Planung von Teilprojekten und einzelnen Studien. DataWiz verfügt hierfür über ein komplexes Rechtemanagement, das dem Projektmanager gestattet, anderen Wissenschaftlern Zugriff auf die Studien, an denen sie beteiligt sind, zu gewähren ohne weitere Studien des gleichen Projektes einsehbar machen zu müssen. Der enge fachliche Zuschnitt erlaubt es DataWiz auch, bestimmte Themen – etwa die Erstellung von Kode-Büchern – viel detaillierter zu behandeln als allgemeine Werkzeuge.

DMPonline

DMPonline ist ein vom Digital Curation Centre (DCC) entwickeltes Tools, das weltweit im Einsatz ist. Neben der Möglichkeit, das Tool lokal zu installieren, kann die vom DCC gehostete Version mittels Anmeldung kostenfrei genutzt werden. Dabei liegt der Schwerpunkt der dort gelisteten Förderlinien auf dem angelsächsischen Raum. Das Horizon 2020-Programm der EU weist allerdings für Anträge explizit auf die dort hinterlegte Vorlage hin. Die HU Berlin hat eine detaillierte Anleitung für DMPonline im Zusammenhang mit Horizon 2020-Anträgen erstellt. Nutzer können verschiedene Datenmanagementpläne erstellen, speichern und exportieren sowie mit Projektpartnern gemeinsam bearbeiten.

DMPTool

Bei DMPTool wird ein Schwerpunkt auf die Anforderungen der vielen amerikanischen Forschungsförderer gelegt. Es wird vom University of California Curation Center (UC3) der California Digital Library entwickelt und verfügt über sehr ähnliche Funktionalitäten wie DMPonline. Das UC3 betreibt auch eine öffentliche Installation, die auch ohne institutionellen Account genutzt werden kann. Bis 2017 wurden über 25000 Datenmanagementpläne mit der Software erstellt. DMPTool bietet darüber hinaus die Möglichkeit, dort erstellte Pläne zu veröffentlichen und anderen Nutzern zugänglich zu machen. Daher gibt es eine Vielzahl von Beispiel-Plänen aus allen Fachrichtungen, wenn auch von unterschiedlicher Güte.

DMProadmap

Ein gemeinsamer internationaler Nachfolger von DMPonline und DMPTool wird unter dem Namen DMProadmap von DCC und UC3 entwickelt. Das erste offizielle Release von Version 1.0 fand im März 2018 statt. Das Tool vereint einige der Features der beiden Vorgänger und soll später auch sogenannte maschine actionable DMP ermöglichen.

CLARIN-D WIZARD

Der DMP-Wizard wird als Teil des CLARIN-Projektes entwickelt. Der Wizard ist ein reines Webtool und auf CLARIN als Datenarchiv ausgelegt. Es kann ohne Registrierung genutzt werden und erlaubt den Export der erstellten Pläne.

RDMO

Der Research Data Management Organizer wird in einem von der DFG geförderten Projekt entwickelt. Neben der Testinstallation gibt es bereits mehrere lokale Instanzen; in Bayern beispielsweise an der Universität Bayreuth. RDMO verfügt über einige Projektmanagement-Features, die von den meisten anderen DMP-Tools so nicht geboten werden.

Eigenentwicklungen deutscher Universitäten

Die TU Berlin verfügt über ein DMP-Tool, das in Eigenentwicklung entstanden ist. Auch die Universität Bielefeld stellt eigene Tools zum Datenmanagement bereit.

re3data.org

re3data.org bietet eine Übersicht über verschiedene Datenrepositorien und erlaubt ein Filtern nach fachlichem Zuschnitt, Nutzungsbedingungen oder Ländern.

Fachinformationsdienste

Einige der Fachinformationsdienste verfügen über eigene Angebote zur Datenarchivierung. So kann über den Fachinformationsdienst arthistoricum.net das institutionelle heiDATA Repositorium der Universität Heidelberg genutzt werden. Das Fachportal Pädagogik bietet neben verschiedenen Informationen zum Forschungsdatenmanagement auch Archivierung und Publikation von Daten an.

Batch-Renaming Tools

Automatisch generierte Dateinamen, wie zum Beispiel Bilder, die mit einer Kamera aufgenommen wurden, sind oft wenig aussagekräftig. Gerade bei einer großen Dateianzahl bietet es sich an, diese in einem Schub (batch) automatisiert umzubenennen. Man kann dies beispielsweise durch ein kleines Skript erledigen lassen, oder auf entsprechende Software-Tools zurückgreifen.

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Diese Seite wurde zuletzt am 17. Mai 2019 geändert.